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Urban Art Forms Festival
es geht los. meine wäsche ist gewaschen, die verpflegung (bestehend aus Dosenfutter, Brot und Rum) ist eingepackt, die stimmung passt. es ist zehn uhr morgens und ich verfrachte meine Sachen in das auto eines schulfreundes. wir fahren noch schnell ein paar andere leute einsammeln, bzw treffen uns mit dem rest unserer lustigen fahrgemeinschaft. schnell geht es noch in den obi, wo wir einen campingpavillon kaufen und schon sind wir am weg in richtung wiener neustadt, wo dieses jahr das urban art forms festival stattfinden wird.
wir kommen an auf einem staubigen kiesparkplatz, der wind hat den sand aufgewirbelt und ich komme mir beim ausladen ein bisschen wie ein abenteurer in der wüste vor- vermutlich lag das aber auch an der backofennahen temperatur. mit unserem gepäck ausgestattet geht es in richtung zeltplatz, wo erstmal zeltaufbau und verpflegung ansteht. die im vorhinein über facebook organisierte zeltstadt besteht scheinbar schon, aber niemand weiß, wer davon schon da ist, geschweige denn, wo sich unsere “sin city” überhaupt befinden soll. glücklicherweise treffen wir auf noch weitere verlorene freunde und gemeinsam finden wir die zeltstadt. nach erfolgreichem zeltaufbau (bei manch anderem eher belustigend und weniger erfolgreich) sitzen wir uns zu den rund 50 leuten, die jeder über jeden irgendwie kannte. in der mitte der zeltstadt sind sechs pavillons zusammengeklebt (gaffa sei dank) und jeder, außer mir, hat einen campingsessel dabei. es wird also ein wenig entspannt und sich unterhalten, gegessen und getrunken. ich entschließe mich dann mal auf das gelände zu bewegen, wo meine kollegen von volume schon das große volumezelt aufgebaut haben- das ganze nennt sich dann der “volume festival kindergarten”, wo handyakkus gratis aufgeladen werden können, sitzgelegenheiten und spiele sind. ausserdem gibt es noch ein zweites zelt von eristoff tracks, wo ein DJ contest stattfindet.
nach anfänglichen schwierigkeiten kriege ich meine bänder: ein rosanes presseband und ein grünes band, wo in filzstift “foto” draufsteht. anscheinend ist das der fotopass. das kenne ich von anderen festivals etwas professioneller, in form einer karte, die man sich umhängen kann. ich finde jedoch schnell heraus, dass ich damit in keinen anderen bereich als den fotograben, bzw vor die bühnen komme. angesichts dessen, dass ich für den veranstalter selber arbeite sorge ich mittels meinem chef von volume dafür, dass ich zumindest eingeschränkten zutritt zum backstage/stage bereich kriege- noch ein band: dieses mal grün, mit aufrschrift “crew”. das sieht schon etwas wichtiger aus, so lässt es sich deutlich unbeschwerter fotografieren.
abends geht dann das warm up los- endlich. aber so wirklich warm will nach dem apokalyptischen regenschauer erstmal keiner werden und die stimmung ist noch etwas ruhig anfänglich. das ganze ändert sich jedoch schlagartig, als dann die ersten großen acts auftreten: foreign beggars zum beispiel. danach ist die meute bereit für feinsten drum and bass aus österreich mit den illskillz. das warm up verläuft für mich persönlich aber eher ruhig und ich gehe schon recht früh in richtung zeltplatz. glücklicherweise haben wir eine kleine kammer für fotografen bekommen, wo wir unsere sachen einsperren können über nachts.
am nächsten morgen geht es verknittert in richtung schwimmbad, das praktischerweise direkt neben dem zeltplatz ist. endlich den schmutz abduschen und die zähne putzen. ausserdem den abkühlungseffekt genießen, bzw sich im strudelbecken von der strömung einfach treiben lassen- einfach herrlich. erfrischt und wieder halbwegs munter geht es dann weiter zum volumezelt. hier wird besprochen was zu tun ist, bzw radler in großen mengen vertilgt- also ganz normales festivalprogramm.
im laufe des späten nachmittags kriegen wir am zeltplatz von den jungs von schluck den druck besuch, die uns persönlich dazu einladen um 18:30 bei der hauptbühne bei ihrem ersten auftritt in österreich dabeizusein. als ich anmerke, dass ich fotos machen werde versprechen sie mir eine großartige show. da ich mich von solchen versprechungen eher nicht beeindrucken lasse und lieber für mich selbst entscheide tingel ich fast pünktlich bei der hautbühne an und sehe, dass die jungs in circa fünf minuten beginnen. sie haben wirklich nicht zu wenig versprochen: es geht los mit einer wilden mischung aus elktro und punkrock, texten, die zum ausrasten motivieren und einer innerhalb weniger sekunden tobenden menge. ich stehe im fotograben und habe instinktiv den reflex in deckung zu gehen, besinne mich aber über meinen beruflichen wechsel vom berfussoldaten zum fotografen und fange mit der arbeit an. als meine speicherkarte anfängt zu glühen gönne ich mir eine pause zwischen zwei boxen (wobei die jungs aus berlin dem publikum keine pause gegönnt haben). als ich dann sehe, dass alex eine seltsame konstruktion, ähnlich einem laubbläser, auspackt befürchte ich großartiges: mit luftdruck bläst er silberne lamettastreifen ins publikum und die band rockt total ab. der menge scheint es auch gut zu gefallen, alle springen entzückt. scheinbar haben die wilden elektrorocker aus berlin noch was in petto… ein paar lieder später kündigen sie ihr lied “sektdusche” an. hier ist name programm. mit jeweils zwei sektflaschen bewaffnet stehen die zwei frontmänner vor dem publikum und verteilen in der ersten reihe auch noch weitere, animieren die leute auch davon zu trinken. beim höhepunkt des liedes kommt dann auch die versprochene dusche und die meute ist entzückt, genauso wie die künstler, die sich dankbar vor einem befriedigten publikum verneigen.
weiter ging es dann auf der drum and bass stage für mich (wo sonst), wo inzwischen die wirklich großen acts aufgefahren werden. leider kriege ich durch den inzwischen unmenschlichen schlafentzug nicht allzuviel davon mit, sondern bin mehr damit beschäftigt gute bilder zu schießen. im nachhinein erscheint es mir recht erstaunlich, dass ich ich es geschafft habe mehrere stunden neben monitorboxen auf einem festival zu stehen und im endeffekt nichts von der musik mitzubekommen.
am ende des abends bin ich nur noch ein wrack, die leute sagen mir auch, dass ich nicht allzu gut aussehen würde. also bewege ich mich in richtung zeltplatz mit dem plan ein aspirin zu nehmen, mich hinzulegen und wieder fit zu werden. mit wasserflasche im zelt und improvisiertem trinkbecher (ehemalige thunfischdose) fällt mir auf, dass ich das aspirin natürlich mitsamt meiner kameraausrüstung im büro eingeschlossen habe. wunderbar, also kein aspirin, da hilft nur noch der ipod, um das gegröhle und das basswummern auszublenden.
mitten in der nacht (ca. 7 uhr früh) werde ich von “hey sam, darf ich bei dir im zelt schlafen? ich hab keins…” geweckt. meine erste reaktion war ein recht forsches “nein!”, aber als ich dann gesehen hab, dass das nicht irgendwer, sondern durchaus ein bekanntes gesicht war, habe ich milde walten lassen. was ich bis an mein lebensende nicht verstehen werde ist, wie man auf einem festival an meinem fußende schlafen kann.
tags darauf stehe ich vor der wahl wieder ins überfüllte schwimmbad zu gehen, oder festivalhygiene walten zu lassen. ich entscheide mich für letzteres und verpasse mir einmal zähneputzen mit mineralwasser, rummunddusche und ein köstliches frühstück bestehend aus bier, brot, thunfisch und einer zitrone. darauf hin gabel ich mir ein paar leute auf und zettel unsinn an. schließlich haben alle anderen bis dato auch ihren spaß haben dürfen- jetzt bin ich mal dran. wir kommen an irgendeinem zelt vorbei wo halbwegs unangebrochener vodka und eine packung zigaretten rumliegen. der vodka wird mit ein paar zitronen getrunken, á la “schluck und beiß”-methode und die zigaretten überleben auch nicht lange. in einer verspiegelten sonnenbrille sehe ich ich mein gesicht und mir wird kurzzeitig schlecht. schluck und biss. alles wieder gut.
mit einem guten rausch in der tasche gehts wieder auf das gelände, wo plötzlich ein sturm das halbe volumezelt wegfegt. ich versuche zu helfen, wo ich kann, aber merke, dass ich einen teil meiner ausrüstung in den taschen habe und verdünnisier mich leider sehr unkameradschaftlich- aber schließlich will volume fotos von mir und nicht meine epischen zeltaufbauskills.
also geht es weiter mit der knipserei. erstmal zur drum and bass stage. natürlich. hier ist leider noch nichts los, also schaue ich auf die sogenannte turbostage, wo eher techno gespielt wird. zwar höre ich gerne mal techno, nur bin ich auch nach vielen versuchen meiner- und fremderseits leider nicht dafür zu begeistern. also finde ich mich einfach mit meinem schicksal ab und gehe wieder zurück zu meiner musik, wo die stimmung auch schon besser ist inzwischen. noch warte ich aber vergebens auf meinen persönlichen liebling john b, der laut facebook und sms noch im auto sitzt, am weg vom flughafen. in der zwischenzeit genieße ich den komfort des backstage leben mit jedem getränk um einen euro und sitzmöglichkeiten, sowie direktem zugang zu lang ersehnter frischluft.
inzwischen ist john b eingetrudelt, mit vodka redbull von mir in empfang genommen und direkt bequatscht. als ich merke, dass nicht unbedingt alles einen sinn ergibt, was ich von mir gebe, lasse ich den mann in ruhe vor seinem auftritt und geehe kurz tanzen. ausgeschwitzt und wieder bei halbwegs klarem kopf (danke koffeintabletten!) geht es weiter. die nacht verschwimmt zu einem zähen brei an erinnerungen, lichtern und musik. ich merke: ich brauche wirklich dringend schlaf! john b habe ich noch in etwa am schirm, während noisia wirklich nur noch erinnerungsbrei ist. camo & krooked erlebe ich wiederrum sehr präsent, während bei netsky meine energie langsam wirklich zu neige geht…
ich mache mir garnicht erst die mühe mich zu verabschieden (schande über mich) und gehe ins büro, wo ich mein equipment startklar für den nächsten morgen verstaue. dann ab zum zelt und gen süßem schlaf!
mein weckruf ist ein noch/wieder betrunkener schrei ins zelt “samuel, steh mal auf, wir fahren dann bald”. ich kämpfe meine augen auf und sehe ein wenig licht in mein zelt hineindringend. das ist kein gutes zeichen, in anbetracht dessen, dass es in der nacht ziemlich geregnet hat. entsetzt stelle ich fest, dass so ziemlich alles, was ich an klamotten dabeihabe, nass geworden ist. bringt nichts sich zu ärgern, ich verstaue alles in plastiktüten, trockne mein zelt wild schüttelnd und gönne mir ein bisschen brot und zitrone- alles, was von meiner köstlichen festivalnahrung noch übrig ist. schnell noch einen sprung ins büro, die ausrüstung holen, die kollegen von volume verabschiedet und schon geht es in richtung wien.
adieu urban art forms festival, bis nächstes jahr! es war sehr schön mit dir, auch wenn du mir den schlaf geraubt hast.
nächster halt: türkei, eine woche x-jam!
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Springjam
der marathon beginnt. freitag 10.06.2011 um 16:45 stehe ich am bahnhof in wien und bin startklar. eine große menge hat sich schon eingefunden und wartet auf den eigenen bahnsteig einzuchecken, um dann mit dem partyzug nach slowenien zu fahren. von dort aus geht es dann mit dem bus nach porec in kroatien weiter. das ganze dauert in etwa 10 stunden und ist recht zermürbend, aber dennoch sehrsehr lustig: die leute feiern in den abteilen, haben musik und getränke dabei und oben drein gibt es auch noch einen partywagon, wo die leute zu den DJs abfeiern können. in kroatien angekommen geht es dann erstmal aufs zimmer die ausrüstung verstauen, bzw klarmachen für den ersten tag. direkt im anschluss frühstück mit einer vermutlich ziemlich ungesunden ladung kaffee.
im grunde genommen ging es aber eigentlich direkt am los mit einem haufen menschen an einem strand und einer riesen bühne mit einem DJ. die leute sind jetzt schon betrunken und sind hie und da auch mal schwierig, dennoch ist meine stimmung super und ich feier mit den leuten mit, nachdem ich mich im meer abkühlen war. so langsam fange ich auch mal an die ersten bilder zu schießen und verschaffe mir dabei einen überblick über das areal. es gibt einen beachvolleyballplatz, eine outdoorstage, einen supermarkt, zwei clubs und viele kleine bars und getränkestände. das wirklich coole aber sind die apartmentblocks in denen alle untergebracht sind. aus einzelnen apartments dröhnt musik und die leute grölen am balkon. es ist klar: ich muss hier mitpegeln, sonst halte ich diese meute nicht aus!
mit einer flasche wein im fotorucksack geht es dann wieder an den strand, wo mir gesagt wird, dass ich für die fotos am bacardi partyschiff eingeteilt wurde. also mache ich mich in strandkluft, barfuß, auf den weg zum dock, wo die partygäste langsam eintrudeln. es ist 14 uhr und einzelne leute übergeben sich jetzt schon, oder grölen recht penetrant…
auf dem schiff geht es direkt los mit musik und einem deck voller menschen, die in der prallen mittagssonne einfach sich gehen lassen wollen und ein wenig das tanzbein schwingen mögen. als der DJ dann durchsagt, dass die bar unterdecks offen hat, verliert die menge den verstand und beginnt zu jubeln. ich ganz oben auf dem schiff und habe perfekte sicht aufs deck, als der DJ dann ankündigt, dass jetzt das beste foto von springjam 2011 geschossen wird. alles schreit, hebt die arme und jubelt. der DJ ist von der resonanz begeistert und das bild kann sich eigentlich auch blicken lassen.
zurück an land geht es dann mit vier betrunkenen mädels, die sich ein wenig verlaufen haben, in richtung beach stage zurück, wo die vamummtn einen auftritt haben. nach dem auftritt beginnt der fotobearbeitungmarathon und ich merke zu meinem entsetzen, dass mein laptop streikt und muss meine fotoabgabe auf einen tag später verschieben. zum glück habe ich einen zimmergenossen, der mir seinen ausleiht für die nächsten tage.
nach dem abendlichen crewmeeting geht es dann eine runde auf die zimmer. duschen, trinken und für die “crazy night” fertig machen. alle haben verrückte verkleidungen an. man sieht catwoman, xena, einen wrestler, affen, hulamädels und viele mehr. bespielt wird die meute auf zwei floors: einmal mit badtastemusik und einmal charts/house. ab einer gewissen uhrzeit kann ich dann einfach nichtmehr und möchte nurnoch schlafen… ich bin froh, dass ich es überhauptnoch in mein apartment schaffe und kringel mich auf meinem bett zusammen und schlafe sofort ein.
am nächsten morgen merke ich zuerstmal, dass ich freundlicherweise zugedeckt wurde. ausserdem steht mein zimmergenosse immer noch als nonne verkleidet vor meinem bett und möchte wissen, wo sein kopfkissen ist. leider habe ich um die uhrzeit recht wenig verständniss für solcherlei fragestellungen und drehe mich demzufolge um und schlafe noch eine runde weiter.
später dann, mit einem guten frühstück im magen, geht es wieder mit vollem programm am strand weiter: bmx/freerunning show, dodgeballturnier, wettshirtcontest etc. es ist eine ziemliche rennerei, aber auch die wird bravurös bewältigt. langsam kommen aber trotzdem meine koffeintabletten zum einsatz… ein glück, dass ich die dabeihatte! nachmittags bewege ich mich nochmal zum akkus laden in richtung zimmer und versuche zu schlafen. leider habe ich solches herzrasen von der unmenschlichen koffeindosis, dass an schlafen garnicht zu denken ist. schade, dann dusche ich eben und schaue, dass ich schonmal einen stoß fotos bearbeite. einer meiner zimmergenossen, adam, kommt rein und versucht mir betrunken eine standpauke darüber zu halten, dass ich nicht so viel arbeiten soll.
etwas ausgeruht und von adam’s standpauke amüsiert gehe ich zum strand zurück, wo jetzt martin solveig auflegt, der laut DJ-Mag auf dem #42en platz der DJ weltrangliste ist. ehrlich gesagt: man hört es nicht. auch ohne dj erfahrung kann ich, denke ich, getrost sagen, dass es kein besonderes können braucht mit laptop und cdj spielern die aktuellen charts aufzulegen. nichtsdestotrotz ist die stimmung phantastisch. ich vermute aber, dass dem publikum einfach ziemlich egal ist, was für musik gespielt wird…
abends machen wir uns dann alle fertig für das weiße fest, also eine party ganz in weiß. für mich, als überzeugten fast immer nur schwarz träger, absolutes neuland! die stimmung im crewapartmentblock ist ausgelassen, in einzelnen zimmern wird gefeiert und auf dem gang sitzen leute und unterhalten sich.
endlich raffen wir uns dann auf und bewegen uns in richtung clubs. auf dem weg werden wir einer horde betrunkener “affen”, die uns brüllend entgegen rennen, erschrocken. in den clubs spielt eher chartlastige musik, die leute feiern alle ausgelassen und sind scheinbar bei bester laune. prinzipiell kann man sagen, dass es vom veranstalterischen aspekt her durchaus gelungen ist. dem publikum gefällt es auch sichtlich. nur ich bin nicht so ganz überzeugt und entschließe mich in laune zu trinken, das hat andere male auch schon funktioniert. und siehe da, was vodka redbull, mein allheilmittel, so anstellen kann: ich feier ausgelassen mit den leuten mit, knipse recht viel und ertappe mich selbst beim versuch zu tanzen. gegen ende der parties verabschiede ich mich in richtung strand, wo ich eine vodkalieferung an die DJs der sunriseparty vorbeibringe (ich rechne hier vor allem mit einem hohen wegzoll). auch hie sind schon einige leute, die recht ausgelassen feiern und es sich bei inzwischen warmen getränken gutgehen lassen. so langsam dreht sich auch alles bei mir und ich entschließe mich mitsamt tascheninhalt, sportschuhen und tshirt im meer wachzuplantschen. als ich merke, dass das keine so gute idee war, gehts zurück auf mein zimmer, wo ich noch eine halbe stunde schlafe. dann panisches zusammenpacken- die fotos müssen noch bearbeitet werden und es ist bald abschlussmeeting und somit auch abgabendeadline!
auch das wird bravourös gemeistert und ich kann mich endlich mitsamt gepäck irgendwo hin pflanzen, wo ich nicht vergessen werde und dringend benötigten schlaf nachholen. fehlanzeige, da mir jemand aus der crew zusätzlich zu meinem gepäck und meiner ausrüstung, noch ein mischpult aufhalst mit den worten “bring das mal zum bus”. ausserdem meldet sich mein magen und möchte mir mitteilen, was er so davon hält, wenn man kaum schläft, kein wasser trinkt und unmengen an alkohol vertilgt. da ich aber prinzipiell über dem stehe, was mein magen mir sagt, fasse ich den tollkühnen entschluss mich nicht zu übergeben und schleppe all mein zeug zu einem der 14 busse. als das ganze gepäck verstaut ist geht es mir auch schon etwas besser, zumindest körperlich. meine psyche hat scheinbar einigen schaden genommen in den vergangenen nächten, denn ich ertappe mich dabei, wie ich “welcome to st. tropez” von DJ Antoine mitsumme.
endlich im bus mache ich es mir auf meiner kameraausrüstung gemütlich und fange an in lang ersehnten schlaf zu sinken- wieder fehlanzeige. ein feierwütiger junger mann hat seinen ghettoblaster mitgebracht und bespielt den bus mit den drei liedern, die er dabei hat. so langsam reicht es mir. aber ich spiele mit und sorge ab und an bei den grenzen für ruhe. endlich kommt dann das einkaufszentrum in bahnhofsnähe in sicht. daran erinner ich mich noch- jetzt gehts in den zug. wieder fehlanzeige. beladen steht an. so lansgam dreht sich nicht nur alles bei mir, sondern auch einiges mehr. zumindest hat es sich so angefühlt. dass das nicht möglich ist, ist mir schon klar. endlich im zug schaue ich, dass ich im projektleiterabteil lande- dort soll es ruhig zugehen. ich spreche mich mit den leuten ab und stelle zu meinem entzücken fest, dass auch die projektleiter in einer ähnlichen verfassung, wie meiner sind.
nach ein paar stunden schlaf mache ich noch alibihalber ein paar fotos im zug und verziehe mich dann in die crewabteile, wo mir die leute langsam laune machen mit auf xjam in die türkei zu fahren. so eine gemeinheit, ich merke ich lasse mich langsam irgendwie beeinflussen in der hinsicht. mehr und mehr verspüre ich den drang zu den projektleitern zu gehen und zu fragen, inwiefern es möglich ist doch noch kurzfristig in 2 wochen mitzufliegen. “kein problem”. na super, jetzt hab ichs mir eingebrockt, also ziehe ich es auch durch! ich verspreche den verantwortlichen emails zu schicken und finde mich mit meinem schicksal ab.
endlich in wien angekommen will ich nur noch ins bett. meine sbahn kommt zum glück in zehn minuten…
alles in allem war springjam ein wirklich super erlebniss, voller lustiger erinnerungen und zum teil auch wirklich tollen menschen, mmit denen ich nach wie vor kontakt habe. wovor ich zu dem zeitpunkt wirklich angst hatte: das anstehende urban art forms. dort würde es nochmal wirklich wild werden, das wusste ich definitiv. also habe ich mir den rest der woche freigenommen, um zwei tage später wieder fit für ein elektronisches festival zu sein.
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Springjam 2011
Morgen geht es auf in Richtung Kroatien zum zweiten Wochenende von Springjam, organisiert von DocLX.
Wir haben einen ziemlich vollen Fotoplan und werden voraussichtlich kaum zum schlafen kommen (sofern man den Anspruch an sich selbst hat, seine Bilder zu bearbeiten)… Morgen steht als Koffeintablettenshopping in der Apotheke an, noch eine Badehose kaufen und dann im Partyzug gen Süden!
Natürlich werde ich auch darüber berichten- mal sehen, was so herauskommt ;)
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Mainframe.Vienna.Drumandbass.Massive
Seit etwas mehr als einem Monat inzwischen habe ich meine Arbeit mit der Eventreihe Mainframe gestartet.
Im Mittelpunkt von Mainframe steht DJ DisasZt, Mitbegründer der Eventreihe, aus der dann das Label Mainframe Recordings hervorgegangen ist. Da haben auch schon Größen, wie Camo& Krooked oder Shimon released.
Leider wird sehr viel schlechtes sowohl über ihn persönlich, als auch über seine Veranstaltung geredet. Dass mir das prinzipiell gegen den Strich geht ist bei mir Einstellungssache. Ich halte nichts von Hatern. Meine Zusammenarbeit bis dato war sehr zufriedenstellend, denn er ist inzwischen einfach Profi in dem, wie er seine Parties veranstaltet.
Daher fotografiere ich schonmal sehr gerne für ihn, aber vor allem auch für die Crowd! Leider wird eben auch über das Publikum genug geschimpft, von wegen es seine nur junge Leute da. Leider scheinen alle zu vergessen, dass sie auch in genau dem Alter da waren. Szenen verändern sich ausserdem nunmal, das ist ganz natürlich. Wer damit nicht klarkommt, sollte garnicht erst raven gehen, sondern lieber daheim bleiben und ein Buch über hyperbare Sauerstofftherapie, oder ähnliches, lesen.
Vergangenes Wochenende stand ein ziemlich großes Mainframe an: Mainframe Turbo, mit zwei Acts! Zuerst bespielte der aufstrebende Dubstep DJ Emalkay die Meute und wurde dann abgelöst von DJ Break, der alle mit richtig deepem Drum and Bass versorgte. Ich denke es ist nicht allzuweit hergeholt, wenn ich mir erlaube über meine persönliche Meinung hinaus, sage, dass es für jeden ein echter Genuss war!
Auch die Bilder gefallen mir teilweise sehr gut. Ich habe nochmal ein wenig mehr verspielte sachen gemacht… viel Spaß damit!
Mainframe Homepage: http://mainframe.co.at/ (hier sind auch die Bilder unter ‘Gallery’ zu sehen, darunter auch die Bilder von meinem Kollegen Marcel Kulhanek)
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Entschuldigungspost und Bilderflut
Lieber Blog,
es tut mir leid dich sooo sehr vernachlässigt zu haben! Ich hoffe, dass du mir eines Tages verzeihen kannst und wir wieder unsere liebevolle Beziehung zueinander finden.
In letzter Zeit ging es ziemlich rund auf jeden Fall. Es gab elendigst viel zu knipsen, ausserdem sind auch so ein paar andere nette Aufträge reingekommen.
Neulich habe ich mit einem Freund von mir geshootet. Er will anfangen zu modeln und brauchte ein paar schlichte Bilder vor einfachem Hintergrund. Da ich kein Studio hab und auch nicht so viel verlange, dass sich ein Studio zu mieten wirklich lohnt, mussten wir etwas tricksen. Also mit Alufolie, Baustrahlern, Kompaktblitz und verdammt viel Lightroom das ganze über die Bühne gebracht- und ich muss sagen: das Ergebniss gefällt mir teilweise sehr gut!
Ausserdem habe ich mit einer Freundin einer sehr guten Freundin geshootet. Auch sie will ein bisschen mehr modeln und brauchte ein paar Fotos in verschiedenen Outfits. Also haben wir uns um 7:30 getroffen, in der Hoffnung schöne Morgensonne zu haben. Leider war dem nicht so, dafür hatten wir aber einen wunderbaren homogen weißen Himmel, der quasi eine gigantische Softbox war. Schön wär gewesen, wenn der ein paar Kilometer weiter unten ggewesen wär, aber man kann bekanntlich ja nunmal nicht alles haben.
Heute geht es in Richtung Mainframe in der Arena, früher meine absolute Lieblingsparty! Inzwischen arbeite ich für Mainframe als Hausfotograf, zusammen mit meinem Freund und Kollegen Marcel Kulhanek- ein ganz frischer junger Eventfotograf von Volume. Hier kann man auch ein wenig von seinen Sachen sehen: flickr.com/photos/marcel-k/
Soweit der Stand bei mir. Also, lieber Blog, du siehst: ich war fleißig und nicht einfach nur zu faul, um dir zu schreiben!
In Liebe,
Sam
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Der Tiger schnurrt! Aber…
…ich hab irgendwie keinen Bock nen Blog zu schrieben diese Woche. Schadeschokolade. Tschööö, bis demnächst!